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Im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth hat eine der renommiertesten Designagenturen Deutschlands ihren Sitz. Hinter historischen Mauern sitzen zwölf Mitarbeiter der 1999 von Dirk Hagen Zimmermann gegründeten Agentur marktunddesign und entwickeln hier die neuesten Designideen für Kunden aus aller Welt.

Die Designagentur entwickelt Produkte für den Alltag von A wie Automobilzubehör bis Z wie Zahnbürste. Das Magazin Neues hatte die Möglichkeit den dreimonatigen Entwicklungsprozess einer Multimedia-Streamingbox vom Entwurf bis zum fast fertigen Endprodukt zu begleiten.

Die Schweizer IT-Firma Bridgeco möchte, dass ihre neue Multimedia-Streamingbox nicht nur technisch das Neueste repräsentiert, sondern auch im Design einzigartig ist.

Doch hat Design im IT-Bereich wirklich Zukunft? Nach Aussagen von Dirk Hagen Zimmermann, dem Inhaber von marktunddesign, wird es in der IT-Branche zunehmend wichtiger, neben der besten Technik, ein herausragendes Design für neue Produkte zu erlangen. Nur über das Design könne man sich in Zukunft noch von Mitbewerbern differenzieren und die vom Hersteller gewollten Produktbotschaften kommunizieren.

Neben der grundlegenden Idee, markieren Skizzen den Beginn des Projekts bei marktunddesign. In verschiedenen Versionen werden diese Designideen zu Papier gebracht. Doch die zu Papier gebrachten Entwürfe haben nicht die Aussagekraft eines handfesten Modells. Deshalb werden viele dieser Entwürfe aus Hartschaum modelliert. In akribischer Feinarbeit werden die Grundformen der einzelnen Modelle hergestellt. Nach gut einem Monat werden diese Entwürfe nun dem Auftraggeber, der Schweizer Firma Bridgeco, präsentiert. Zur Diskussion stehen erst einmal Aspekte aus den Bereichen Produktion und Marketing.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Letztendlich muss der Vertreter von BridgeCo sich für einen Designentwurf entscheiden. Welche Kriterien spielen dabei eine Rolle? Für Klaus Buchheim, Product Manager bei bridgeCo, ist es vor allem wichtig, dass die Kunden von bridgeCo sich mit dem neuen Produkt identifizieren, da die Firmen, die dieses Produkt weitervertreiben kein eigenes Hardwaredesign haben.

Jetzt ist der Startschuss endgültig gefallen. Es geht in die heiße Konstruktionsphase. Nun werden die konkreten Designentwürfe am CAD-Rechner konstruiert und serienreif gemacht. Jede Kleinigkeit spielt eine Rolle. Die Maße der Platinen, die von Brigdeco geliefert werden, stehen von vornherein fest und müssen in das vorgegebene Gehäusedesign integriert werden. Da muss jede Bohrung für die Schrauben auf den zehntel Millimeter stimmen.

Vier Wochen später sind die CAD-Pläne soweit gereift, dass ein Prototyp gefertigt werden kann. Mit dem Musterplan geht es zur Firma 3D-Hightec in Lüdenscheid. Die CAD-Daten sind die Berechnungsgrundlage für eine Stereolithographiemaschine. Mittels eines UV-Laserstrahls werden hier die ersten Gehäuseteilmuster aus einem Kunststoffharz gefertigt.

Und so wird die Multimedia-Streamingbox von BridgeCo einmal in den Läden stehen. Hoffentlich findet auch die Kundschaft Gefallen daran. Bei marktunddesign ist es wieder mal spät geworden, denn hier arbeitet man schon an neuen Projekten.

Das ZDF/3SAT-Magazin Neues berichtet über marktunddesign.