Die zunehmende Dynamik globaler Märkte, der strukturelle Wandel der Distribution und das sich zunehmend schneller verändernde Konsumverhalten sind Herausforderungen, denen viele Anbieter von Produkten gegenüber stehen. Hinzu kommt, dass Produkte und deren Leistungen, aus Sicht des Marktes, für viele Bereiche zunehmend identischer und somit austauschbarer werden.
In der Hoffnung, sich einen kurzfristigen Vorsprung zu verschaffen, ist häufig nur ein geringerer Preis die einzige Botschaft, welche vom Markt noch wahrgenommen wird. Dem entgegen übt die Erscheinung der Marke und insbesondere der Produkte, das Produktdesign, einen immensen Einfluß auf die Beschaffungsmotivation aus.
Ob Schuhe, Autos oder Fernsehgeräte, nahezu alle Konsumprodukte und auch Investitionsgüter werden gestaltet. Die Frage für die Zukunft ist also nicht "Design: ja oder nein", sondern "Design: richtig oder falsch?".
Das erkennen auch immer mehr Unternehmen, welche Design früher noch als Luxus oder überflüssiges Styling bewerteten, und räumen dem Design einen zunehmend wichtiger werdenden Stellenwert im Marketingmix ein. Bestätigt wird diese Entwicklung durch die Tatsache, dass die Umsätze der europäischen Produktdesign-Dienstleister sich in den vergangenen 10 Jahren exponentiell zu anderen Wachstumsmärkten entwickelt haben.
Die Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Materialien, aber insbesondere die Auseinandersetzung mit zukünftigen Verbrauchererwartungen, wird für Designer, Architekten und Ingenieure immer wichtiger. Für die Entwicklung zukünftiger Produkte muss sich dieses Wissen zu einer Schlüsseldisziplin entwickeln, um so die funktionalen und emotionalen Bedürfnisse des Marktes bestens erfüllen können und Produkte erfolgreicher zu machen. Hier liegen die Herausforderungen, welche nach neuen, kreativen Strategien verlangen.
Textauszüge aus der Vortragsreihe "Design und Management".